Übungsaufgaben Meisterprüfung Teil IV (AEVO) mit Lösungen + PDF
Hier findest du 12 Übungen im Stil der Prüfungsfragen für Teil IV, die Ausbildereignung (AEVO): Planen, Vorbereiten, Durchführen und Abschließen der Ausbildung. Antwort anklicken, sofort sehen, ob sie stimmt, und zu jeder Antwortoption nachlesen, warum sie richtig oder falsch ist. Alle Aufgaben mit Lösungen sind kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.
Wie lang ist die Probezeit in der Berufsausbildung (§ 20 BBiG)?
Die richtige Antwort ist B.
§ 20 BBiG: Die Probezeit beträgt mindestens 1 Monat und höchstens 4 Monate.
Aufgabe 2Ausbildung
Welche zwei Eignungen muss ein Ausbilder nachweisen?
Die richtige Antwort ist B.
Persönliche Eignung (§ 29 BBiG) und fachliche Eignung (§ 30 BBiG) — die pädagogische Komponente meist über die AEVO.
Aufgabe 3Ausbildung
Ein neuer Ausbildungsvertrag wird aufgesetzt. Welcher Inhalt gehört laut § 11 BBiG zu den gesetzlichen Mindestinhalten?
Die richtige Antwort ist B.
§ 11 BBiG listet u. a. Art/Gliederung der Ausbildung, Beginn und Dauer, Probezeit, Vergütung, Urlaub und Kündigungsvoraussetzungen als Mindestinhalte auf.
Aufgabe 4Ausbildung
Dein Betrieb hat 2 Ausbilder und überlegt, im nächsten Jahr 7 Azubis gleichzeitig einzustellen. Was gibt dir die HWK-Empfehlung zum Zahlenverhältnis vor?
Die richtige Antwort ist B.
Als Orientierungswert empfiehlt die Handwerkskammer ein Verhältnis von ca. 1 Ausbilder je 3 Azubis (bei Fachkräften ohne Ausbilderschein 1 je 2); die verbindliche Beurteilung trifft die Kammer im Einzelfall. Bei 2 Ausbildern wären damit rechnerisch ca. 6 Azubis die Orientierungs-Obergrenze — 7 wäre zu viel für eine angemessene persönliche Betreuung.
Aufgabe 5Ausbildung
Du willst kurzfristig, mit wenig Vorlaufzeit und geringem Aufwand eine offene Ausbildungsstelle bekannt machen. Welcher Kanal passt am besten?
Die richtige Antwort ist A.
Eine Stellenanzeige auf der Website oder in der Lehrstellenbörse der HWK bietet die beste Kombination aus Reichweite und geringem Aufwand für einen kurzfristigen Bedarf.
Aufgabe 6Ausbildung
Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben, liegt aber seit Wochen unbearbeitet im Büro. Ausbildungsbeginn ist in 10 Tagen. Was musst du jetzt tun?
Die richtige Antwort ist B.
Der Vertrag muss bei der zuständigen HWK eingetragen werden (§ 30 HwO) — das sollte rechtzeitig vor Ausbildungsbeginn geschehen, nicht erst danach.
Aufgabe 7Ausbildung
Welche Methode eignet sich in der praktischen AEVO-Prüfung besonders für die schrittweise Vermittlung einer einzelnen Fertigkeit?
Die richtige Antwort ist B.
Die Vier-Stufen-Methode (Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen, Üben) — ideal, um eine einzelne Fertigkeit strukturiert zu vermitteln.
Aufgabe 8Ausbildung
Für deinen Unterweisungsentwurf sollst du ein operationalisiertes Feinlernziel formulieren. Welche Formulierung erfüllt die Anforderung?
Die richtige Antwort ist B.
Ein operationalisiertes Feinlernziel ist beobachtbar und überprüfbar formuliert: Wer kann was, womit, wie gut — z. B. „Der Auszubildende kann … fachgerecht und sicher … durchführen."
Aufgabe 9Ausbildung
Welche Frequenz ist für strukturierte Feedbackgespräche mit dem Azubi als bewährte Ausbildungspraxis sinnvoll?
Die richtige Antwort ist B.
Als bewährte Ausbildungspraxis (keine gesetzliche Vorgabe) sollten strukturierte Feedbackgespräche regelmäßig, z. B. mindestens monatlich, stattfinden — was läuft gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf; kurze Rückmeldungen erfolgen zusätzlich situativ im Arbeitsalltag.
Aufgabe 10Ausbildung
Dein Azubi hat Teil 1 der gestreckten Gesellenprüfung nach 18 Monaten mit einer schwachen Leistung abgeschlossen. Er meint, das sei egal, weil nur Teil 2 zähle. Stimmt das?
Die richtige Antwort ist B.
Bei der gestreckten Gesellenprüfung wird Teil 1 (nach ca. 18 Monaten) mit 30–40 % gewichtet, Teil 2 (am Ende der Ausbildung) mit 60–70 %. Teil 1 ist also keineswegs unverbindlich.
Aufgabe 11Ausbildung
Ein Azubi mit Abitur fragt, ob er seine dreijährige Ausbildung verkürzen kann. Was antwortest du?
Die richtige Antwort ist B.
Bei höherem Schulabschluss ist eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich: Abitur bis zu 12 Monate, Realschulabschluss bis zu 6 Monate. Der Antrag muss von Azubi und Ausbildendem gemeinsam gestellt werden.
Aufgabe 12Ausbildung
Ein Azubi verlangt beim Ausscheiden ein qualifiziertes Zeugnis statt nur des einfachen. Musst du dem nachkommen?
Die richtige Antwort ist A.
Das einfache Zeugnis ist immer Pflicht, das qualifizierte Zeugnis wird zusätzlich auf Verlangen des Azubis ausgestellt und enthält eine wohlwollende, wahrheitsgemäße Beurteilung von Leistung und Führung.
Eigene Übungsaufgaben des Meister-Trainers, keine echten Prüfungsfragen. Zur Selbsteinschätzung, kein Prüfungsergebnis und keine Rechts- oder Steuerberatung.